Wallfahrtsort Maria Waldrast

Wo heute die Kirche steht, war ursprüglich eine Waldlichtung. Die Menschen die von einem Tal in das andere gingen machten hier Rast. Von diesem Rastplatz im Wald leitet sich der Name Waldrast ab.

Zwei Hirtenknaben aus Mützens (Hans und Peter) haben 1407 in einem Baumstamm das Bild der Muttergottes entdeckt. Ihre Angehörigen, die sie verständigt haben, sägten die Statue aus dem Stamm. Sie brachten die Muttergottes nach Matrei in die Pfarrkirche. Christian Lusch wollte am Dienstag nach Pfingsten heimgehen von der Holzarbeit, da hörte er einen hellen Glockenklang. Er kam zu dem Platz wo die Kirche steht, da sah er die Muttergottes, die ihn erinnerte, was sie ihm einige Wochen vorher im Trau gesagt hat, er solle an dem Ort eine Kapelle errichten. Der Bischof von Brixen gab 1409 dafür die Erlaubnis. Zwanzig Jahre wurde an der Kapelle gebaut bis diese provisorisch fertig war.

Der Beginn der Wallfahrt ist 1429. Die Muttergottes wurde in Prozession auf den Berg gebracht, dabei konnten zwei Binde wieder sehen. Der Weihbischof von Salzburg hat 1465 die Altäre geweiht. Es wurde ein Kaplan für die Betreuung der Pilger bestellt, dem der Landesfürst Maxemilian (der spätre Kaiser) die Bewirtung der Pilger erlaubte. Die Kapelle musste vergrößert werden. Bei den Bauernaufständen wurde diese geplündert. Die Gläubigen haben die Schäden behoben.

Der Landesfürst Leopold V. hat 1621 das Kloster errichtet und uns Serviten (Diener Mariens) die Seelsorge am Wallfahrtsort anvertraut. In der Kapelle wurden 1660 die neuen Altäre angefertigt und diese 1728 bis 1735 vergrößert und im Barockstil umgestaltet.
Das Kloster musste neu gebaut werden.

Im Februar 1785 hat Kaiser Josef II. das Kloster aufgehoben und die Wallfahrt verboten. Die Gebäude wuden demuliert (als Wohnraum unbrauchbar gemacht). Vom Orden wurden die Ruinen im November 1844 wieder zurückgekauft und die Gebäude wieder aufgebaut.

Im April 1941 wurde von den Nazis das Kloster und die Kirche wieder geschlossen. Im Juni 1945 konnten die Patres wieder zurückkehren. Die nötigen Reperaturen sind durchgeführt worden.

Gründlich renoviert wurden Kirche und Kloster von 1986 bis 1995.

Maria Waldrast war und ist ein bliebtes Ziel für die Pilger. In der Vergangeneit haben die Pilger im Kloster übernachtet, deshalb die riesigen Gebäude. Heute kommen Menschen die sich erholen wollen, aber auch für Seminare und Kurse wird das Kloster genützt. Von Jahr zu Jahr nehmen die Wallfahrten zu. Die Pilger kommen aus Süddeutschland, Westösterreich und dem oberitalienischen Raum.